Salsa in der Brotfabrik

Wann: Jeden Mittwoch

Zeit: 21.00 - Open End mit DJ Fred, früher auch DJ Lobo...

Besonderes: wohl älteste regelmäßige Salsa-Party Deutschlands

Eintritt: 6,00 EUR (Stand 2012)

Salsaparty in der Brotfabrik

DJ Lobo (links), DJ Daddy 1984

wenn eine Salsa-Party "Kultstatus" verdient, dann ist es zweifellos diese, und das aus mehreren Gründen.

SalsaDE fragte bei Lobo an und der klärte uns über die Anfänge der Brotfabrik wie folgt auf:

Gegründet wurde die Salsa Party von mir im Juni 1984, DJ Daddy stieg im August mit ein. Ich hatte damals mit Otto & Sebastian vereinbart, daß die Party alle 14 Tage stattfinden sollte. Wegen eines Planungsfehlers begannen wir gleich wöchentlich und der Andrang war so groß, daß wir es dabei gelassen haben. In der gleiche Zeit gründete ich auch den LP Versand und holte Salsa LPs tonnenweise aus Caracas, Venezuela, von "El Palacio de la Musica", die damals die Fania Labels unter Lizenz hatten. 

Ein Jahr zuvor hatte ich in der Aula der Fachhochschule am Nibelungenplatz eine Salsa Sommer Party organisiert, wo ebenfalls über 1000 Leute kamen. Der Frankfurter Sinkkasten hatte öfter Salsa Live, wo wir auch in der Pause auflegten, z.b. Ray Barretto am 4.7.1981, oder Machito mit seinem Orchester, usw. Der Andrang in der BF war so groß, daß die Salsaparty im Jahr 1992 für ein Jahr ins Bürgerhaus Nordweststadt ausgelagert wurde, wo mittwochs bis zu 1000 Leute kamen. Im Jahr 1994 feierten wir dort das 10-Jährige mit LATIN BROTHERS aus Kolumbien....

DJ Lobo, der bis 2012 in der BF auflegte, gründete also die Party. Er holte im ersten Jahr DJ Daddy dazu. Daddy aus Bad Homburg befand sich im Sommer 1984 auf einer 3 monatigen Asienreise und kam erst im August 1984 zurück.  Die "Brotfabrik" ist damit wohl die älteste regelmäßige SalsaParty Deutschlands.

Soweit man sich erinnern kann, und das sind bei uns SalsaDE Leuten schon gute zwanzig Jahre, ist die Mittwochs-Party nur ein einziges Mal (und das erst kürzlich in 2012) wegen eines Konzerts an gleicher Stelle ausgefallen. Das wars dann aber auch schon. 

Selbst in der Umbauphase (vor rund 15 Jahren) als dem großen Saal die merkwürdigen Emporen und die hölzerne Stütze in der Mitte der Tanzfläche ausgebaut wurden... setzte sich die Party in einer anderen Location am NordWestBahnhof fort.

Im Sommer 2013 wird die 1500. Salsa-Party dieser Serie am Mittwoch Abend hier stattfinden und 2014 erleben wir sicher auch das 30-jährige Jubiläum.

Es gab Zeiten, da lief das Wasser an den Wänden herunter, und man konnte vor Überfüllung kaum mehr tanzen, aber gerade das zog die Freunde von Merengue und Salsa magisch an. Ja richtig, Merengue war mal fester Bestandteil des Musikmixes, auch LineDances (z.B. zur Musik von Projecto Uno) oder Macarena (1996) wurde hier gerne (wie in allen anderen Locations) getanzt. 

Lobo (der Wolf, sprich Wolfgang) legte zunächst im Wechsel mit Daddy, später im Wechsel mit dem heutigen Resident DJ Fred auf, Lobos letzte Brotfabrik-Gigs erlebte man in 2012. Der quirlige sympatische Lobo (Wolfgang) quatschte wohl jeden einmal zu, der sich mehr als zweimal dort blicken ließ :-) und erzählte Geschichten aus der Karibik, wo es ihn immer hinzog... oder von Treffen mit Latinogrößen, die er in Miami traf - und er brachte immer wieder neue Latinsounds mit, denn er betrieb über mehr als zwei Jahrzehnte den ersten Latin-Musik-Versand Deutschlands, bekannt unter Musica-Latina und versorgte seine DJ Kollegen der Region und darüber hinaus. Schon deshalb wurde die Brotfabrik zum Treffpunkt der DJ Szene, denn mittwochs war Lobo dort und er hatte immer ein Schatzkästchen mit den neuesten Imports dabei. Mit den aufkommenden Downloads aus dem Internet musste er sich dann von dieser Geschäftsform verabschieden und widmete sich verstärkt der Reisebranche und lebt nun in CostaRica und dank Facebook ist er immer nah.

DJ Fred legt seit 1996(?) in der BF auf

Seither ist Tanzlehrer und DJ Fred der Mann am Mischpult in der Brotfabrik. Fred, von Beruf Mediendesigner, hat außer mit Salsa mit Boogie-Woogie und Rock'n'Roll eine breite tänzerische Karriere aufzuweisen. Er ist aus der Salsa-Szene nicht mehr wegzudenken, organisiert er doch mit DJ Sukker, der aktuell in heimischen Gefilden in Afrika weilt, die beliebten Frankfurter SalsaBoote.

Absolute TopTermine in der Brotfabrik sind die Abende vor Feiertagen oder zwischen den Jahren, wenn die "Ehemaligen" auf Familienbesuch sind und sich mal wieder blicken lassen, dann quillt die Brotfabrik über und Erinnerungen werden wach.

Der Einzugsbereich der Brotfabrik ist beachtlich, kommen doch regelmäßig die Fans aus  Limburg, Marburg, Gießen, Friedberg, Mainz, Wiesbaden, Darmstadt, Aschaffenburg und von sonstwo gefahren.

Adresse

B R O T F A B R I K

Bachmannst. 2-4
D-60488 Frankfurt am Main

tel. +49(0) 69 24 79 08 00
fax +49(0) 69 24 79 08 09

www.brotfabrik.de